Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist auch bei Damenhygiene möglich – sogar Made in Germany

Wir als Firma (Fee Öko Handels GmbH) aus dem Allgäu haben eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Frauenhygieneprodukten wie Tampons und Co. entwickelt: Fee-Cup, ein Menstruationsbecher aus Silikon. Sie ist wiederverwendbar und auch noch schonender als Tampons und Binden. Als junge Start-up setzen wir dabei auf Qualität aus Deutschland.

Die EU-Kommission berät derzeit eine Richtlinie, nach der Wegwerfartikel mit besonderen Abgaben belegt werden sollen. Darunter könnten auch Damenhygieneartikel fallen, die wie andere Wegwerfprodukte einen großen Anteil des Mülls ausmachen, der vielerorts auch im Meer landet. Aktivistinnen fordern dagegen, dass für solche Hygieneprodukte als notwendige Gebrauchsgüter ein geringerer Mehrwertsteuersatz gelten soll, um Frauen finanziell zu entlasten. Dabei gibt es bereits Lösungen für beide Seiten: alternative Hygieneprodukte, die wiederverwendbar und damit nachhaltig, sparsam und müllvermeidend sind. Wir haben uns auf Menstruationstassen spezialisiert.

Seit August ist die Fee2 auf dem Markt, die zweite, überarbeitete Version einer Menstruationstasse aus zertifiziertem, medizinischem Silikon, die die Monatsblutung auffängt. Nicht nur das hochwertige Silikon – ein Naturprodukt aus Quarzsand – kommt aus deutscher Produktion, auch die Menstruationstasse selbst wird in Deutschland hergestellt. Und das aus gutem Grund: Anders als so genanntes medizinisches Silikon, das viele andere Hersteller verwenden, erfüllt unser platinkatalysiertes Silikon höchste Standards und ist besonders zertifiziert. Es wird unter anderem zur Herstellung von Kathetern verwendet und ist damit wirklich unbedenklich für diese besonders sensiblen Bereiche, um die es hier geht.

Durch die gleich doppelte deutsche Produktion seien zudem die Transportwege kürzer und damit umweltfreundlicher als bei anderen Herstellern. Ein spezielles Verfahren, das die Fee-Cups durchlaufen, entfernt am Ende alle Rückstände aus der Herstellung von den Tassen, so dass sich Kundinnen über ein absolut unbedenkliches Produkt freuen können.

Thabea Rappmann Gründerin Fee Öko Handels GmbH

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Abgestimmt auf die Bedürfnisse von 95 Prozent der Frauen

Menstruationstassen gibt es bereits seit den 1930er Jahren, waren aber bisher eher ein Nischenprodukt. Unter den Gesichtspunkten Umweltschutz und Müllvermeidung rücken alternative Hygieneartikel in jüngster Zeit wieder stärker ins Bewusstsein. Als Heilpraktikerin, spezialisiert auf Frauenheilkunde, sah ich mich zunächst mit einer begrenzten Produktvielfalt konfrontiert, die nicht allen Bedürfnissen der Frauen gerecht wurde. In Zusammenarbeit mit einem Orthopäden entwickelte ich deshalb eine eigene Menstruations-Tasse – die Fee-Cup.

Das Ergebnis dieses geballten medizinischen Know-hows kann sich sehen lassen: Die vor ihrer Markteinführung intensiv getestete FeeMenstruationstasse gibt es, wie bereits das Vorgängermodell, in vier unterschiedlichen Ausführungen – je zwei Größen in zwei verschiedenen Weichheitsgraden. Abhängig von der Anzahl der Geburten, die eine Frau bereits hinter sich hat, der Stärke der Blutung und der Stabilität des Beckenbodens kann sie ihre ganz eigene, passende Tasse auswählen. Zusätzlich lässt sich die Länge der Tasse individuell anpassen. Den speziell entwickelten Stil mit Griffkugel hat sich die Unternehmerin schützen lassen. Er macht es möglich, den Stil zu kürzen, ohne dass störende Schnittkanten entstehen. Wir beraten die Frauen bei der Wahl der richtigen Menstruationstasse auch persönlich per E-Mail.

Fee-Cup hält bis zu 12 Stunden

Neben der Wiederverwendbarkeit – die Silikonbecher halten bis zu 10 Jahre – punktet Fee-Cup aber auch mit praktischen und gesundheitlichen Argumenten. Die Fee2 kann zwischen 20 und 30 Milliliter Blut auffangen und damit bis zu dreimal so viel wie ein Super-Plus-Tampon. Menstruationstassen sind in der Regel nicht spürbar und von außen nicht sichtbar. Abhängig von der Stärke der Periode können Frauen die Fee-Cup also bis zu 12 Stunden tragen, bevor sie sie in der Toilette entleeren müssen. Ausspülen, wieder einsetzen – fertig. Das lästige Entsorgen der Hygieneartikel mit allen Begleiterscheinungen fällt weg.

Gesundheitliche Vorteile

Auch die gesundheitlichen Aspekte bringen immer mehr Frauen zum Umdenken. „Was viele Frauen nicht wissen: Tampons können giftige Stoffe wie zum Beispiel Dioxin oder Formaldehyd enthalten“, sagt Rappmann. „Diese sind zwar innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte, aber die Grenzwerte sind die gleichen, die beispielsweise für Papiertaschentücher gelten. Tampons und Binden bleiben aber über viele Stunden und Tage in Kontakt mit den Schleimhäuten.“ Außerdem trocknen Tampons die Schleimhäute aus und können unangenehme Reizungen verursachen.

Mit der Feecup bleibt dagegen der natürliche pH-Wert erhalten. Die Tasse hat eine glatte Oberfläche, so dass Bakterien und Keime nicht haften bleiben können. Das verhindert unangenehme Gerüche, wie man sie von anderen Hygieneprodukten kennt. Die Tasse fühlt sich samtig-weich an und passt sich so optimal dem Körper an. Selbst ein Besuch in der Sauna ist möglich, da die Fee-Cup ohne sichtbaren Rückholfaden auskommt. Einer Studie zufolge fühlen sich 85 Prozent der Frauen, die Menstruationstassen benutzen, während ihrer Periode wohler. Sogar 95 Prozent würden die Tassen weiterempfehlen.

Umweltfreundlich – von der Produktion bis zur Verpackung

Nicht nur beim Produkt selbst, sondern auch bei der Verpackung, verzichten wir  komplett auf Plastik. Die Menstruationstasse wird mit einem kleinen Baumwollbeutel in einer Schachtel aus Kraftpapier geliefert. Obwohl ein Hygieneprodukt, ist sie nicht in Plastik eingeschweißt, sondern kommt mit einem kleinen Etikett aus. Vor der ersten Benutzung, wie auch nach jeder Periode, sollte die Tasse natürlich einmal in Wasser ausgekocht werden.

Die einzigartige Kombination aus Nachhaltigkeit, Plastikverzicht und Regionalität hat inzwischen auch Einzelhändler überzeugt: Immer mehr Bio- und Verpackungsfrei-Läden nehmen Fee-Cup in ihr Warenangebot auf